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Sera ist Administrator und Grafiker

Geschrieben: 14.12.15 11:31 | Adlergreif | Löwengreif  ::  :: Bestiarium :: Das Bestiarium :: Tierische Fabelwesen :: Chimären (Mischwesen) :: Greife





 

 


Der Adlergreif
(Gryps aquilinus), auch Löwengreif genannt, ist der bekannteste Vertreter der Greife. Er ist ein Mischwesen aus Adler (Aquila) und Großkatze (Panthera).
 

Merkmale
Der Adlergreif, auch Löwengreif genannt, ist der Bekannteste und am weitesten verbreiteste Greif. Sein Kopf ist der eines Adlers, genau wie die mächtigen Fänge und die breiten Flügel. Der restliche Körper ist der einer Großkatze, niemals aber der einer anderen Katzenart. Männchen erreichen eine Kopfrumpflänge von bis zu 240 Zentimetern, eine Schulterhöhe von maximal 150 Zentimetern und ein Gewicht von durchschnittlich maximal 100 Kilogramm. Weibchen sind etwas kleiner als Männchen. Die Knochen sind wie bei allen Greifen weitestgehend hohl, aber durch eine gitterförmige Innenstruktur sehr stabil. Durch die hohlen Knochen wird viel Gewicht eingespart, was wichtig ist, damit der Greif überhaupt fliegen kann. Die Flügel sind breit und perfekt zum Segeln gedacht. Greife nutzen gerne die Thermik aus, um stundenlang kraftsparend zu segeln. Sie fliegen nicht gerne, wenn der Himmel bedeckt ist, denn dann fehlt ihnen der Auftrieb.


Die Gefieder - und Körperfarben gehen oft sanft ineinander über und haben keine auffälligen Abgrenzungen. Viele Adlergreife haben ein geflecktes oder gestreiftes Muster, ähnlich wie bei Großkatzen. Dieses bei jedem Greif einzigartige Muster dient der Tarnung, da Adlergreife sich nicht in Wäldern, sondern oft in hohen Gräsern aufhalten. Es gibt Leuzismus genauso wie Melanismus bei den Adlergreifen, wobei ganz schwarze Tiere häufiger sind als Albinos. Die natürlichen Fell- und Federfarben erstrecken sich über ockerfarben, über Rottöne bis hin zu allen möglichen Braunfarben. Üblich ist, dass das Gefieder sich vom Kopf über den Rücken erstreckt. Der Bauch ist meistens, aber nicht immer, ungefiedert. Am Schwanzansatz befinden sich mehrere Steuerfedern (Schwanzfedern), diese sind für das Steuern im Flug wichtig. Im Gegensatz zu reinen Vögeln, sind bei allen Greifen sichtbare Ohren zu sehen, die verschiedene Formen haben können. Viele wirken aufgrund von Federn, die auf den Ohrspitzen wachsen, eher lang, andere hingegen sind rundlich. Schnurrhaare haben Adlergreife nicht. Die Pupillen der Augen können sich je nach Lichteinfall und Helligkeit weiten oder verengen, wie es bei Katzen üblich ist. Männchen wachsen ihr gesamtes Leben lang, wenn auch nur sehr langsam. Das Wachstum bei Weibchen ist mit etwa 16 Jahren abgeschlossen. Adlergreife werden bis zu 70 Jahre alt.





     
Kopfrumpflänge
♂ 220-240 cm
♀ 190-220 cm
Schulterhöhe
♂ 120-150 cm
♀ 100-130 cm
Gewicht
♂ 70-100 kg
♀ 65-90 kg
Schwanzlänge
♂ 150-200 cm
♀ 110-160 cm

Flügelspannweite
♂ 580-710 cm
♀ 550-680 cm



Verbreitungsgebiet und Lebensraum
Der Adlergreif bevorzugt trockene Steppen und Savannen, mit wenig Baumbeständen. Er ist ebenso ein Wüstentier und meidet auch diese nicht. Niemals findet man ihn in Regenwäldern oder Sumpfgebieten. Es gibt auch eine Unterart, die ausschließlich in den Hochgebirgen vorkommt. Die Reviergröße einer Gruppe beträgt zwischen 145 und 215 km², bei Einzelgängern 25 bis 50km². Die Reviere von festen Gruppen und Einzeltieren überlappen sich nicht, zudem werden Einzeltiere kaum geduldet und fortgescheucht.

Ernährung
Adlergreife ernähren sich ausschließlich von großen Beutetieren wie Gazellen, Antilopen, Pferdeartigen, Bergziegen aber nur sehr selten von Aas. Sie jagen zu jeder Tageszeit, außer in der Nacht und überwältigen ihre Beute fast immer aus der Luft. Ein Wildpferd macht zwei Greife satt. Größere Greifgruppen brauchen dementsprechend mehr Beute. Sie jagen gerne gemeinsam, aber ohne fest gelegte Aufgabenverteilung. In schlechten Zeiten jagen Adlergreife auch kleinere Beute oder hungern bis zu einem Monat lang.
 
Sozialverhalten, Fortpflanzung und Jungenaufzucht
Adlergreife sind keine Einzelgänger, sondern leben in kleinen Gruppen oder Familienverbänden zusammen. Männchen, die noch nicht die Geschlechtsreife erreicht haben, ziehen meist gemeinsam in einer kleinen Gruppe von 2-10 Tieren umher. Weibliche Tiere neigen eher dazu, bis zu ihrer Geschlechtsreife ihr Leben als Einzelgänger zu verbringen. In einer Gruppe gibt es immer ein dominantes männliches Tier, welches diese anführt. Trotzdem gibt es keine echte Hierarchie, geschweige denn Ränge. In einer reinen Familiengruppe ist das Oberhaupt immer der Vater der Jungen.

Finden Greife einmal einen passenden Partner, bleiben sie bis zu ihrem Lebensende einander treu. Sie leben in einer monogamen Dauerehe und beweisen sich jedes dritte Jahr zur Balz erneut ihre Liebe. Im Alter von etwa zehn Jahren erreichen Adlergreife ihre Geschlechtsreife, obwohl sie zu dem Zeitpunkt noch nicht ausgewachsen sind. Die erste erfolgreiche Brut erfolgt meist aber erst im Alter von 20 Jahren. Die Balz dauert mehrere Tage, sobald das Weibchen empfänglich wird. Das Männchen umwirbt das Weibchen und macht diesem Geschenke, die meist aus Edelsteinen, Mineralien und Beute bestehen. Zum Höhepunkt der Balz, fliegen beide Greife hoch in den Himmel und führen eine Art Tanz aus. Sie greifen sich an den Fängen, legen die Flügel an und lassen sich fallen. Erst kurz vor dem Boden breiten sie wieder ihre Flügel aus und vollziehen das Schauspiel noch mehrere Male.

Nach erfolgreichen Kopulationen wird das Weibchen ein Jahr später damit beginnen, ein Nest (Horst) auf einem Baum zu bauen, welches sie Jahr für Jahr erweitert. Ein Greifennest kann eine immense Größe, von einem Durchmesser von vier Metern und mehr erreichen. Das Nest wird meist auf einem Baobab (Affenbrotbaum) errichtet. Bei Adlergreifen sind zwei oder mehr Eier sehr selten. In den meisten Fällen wird nur ein einziges Ei gelegt, welches nur für einen kurzen Zeitraum von einem Monat bebrütet wird, ehe das Greifjunge schlüpft. Vom Schlupf bis zum Flüggewerden vergeht ein ganzes Jahr. Aus diesem Grund werden Weibchen nur alle drei Jahre empfänglich.

Männchen und Weibchen kümmern sich gemeinsam um das Junge. Wenn dem Jungen Fell und Jugendgefieder gewachsen sind, wird es von beiden Elternteilen gefüttert, vorher ist nur das Männchen für die Nahrungsbeschaffung verantwortlich. Noch bevor das Greifenjunge fliegen kann, wird es von den Eltern aus dem Nest geholt und kann somit schon vorher seine Gegend erkunden. Dies geschieht mit etwa drei Monaten. Im Alter von 12-13 Monaten wird das Junge seine ersten Flugversuche machen. Mit 16 Monaten dürften seine Flugkünste soweit entwickelt sein, dass er erste schwierige Flugmanöver und das Jagen aus der Luft erlernt. Das Junge verlässt die Eltern bei ihrer nächsten Balz und zieht dann mit anderen Junggreifen umher.


Fortpflanzungszyklus des Adlergreifs
 
Balz: März (Monat 0)
Eiablage: März des darauffolgenden Jahres (Monat 12)
Schlupf: April (Monat 13)
Flüggewerden des Jungen: April-Mai des darauffolgenden Jahres (Monat 24-25)
Nächste Balz: im März des darauffolgenden Jahres (Monat 36)
 



Vogelart
Steinadler, Kaiseradler, Steppenadler, Kaffernadler
Keilschwanzadler, Raubadler, Schreiadler, Seeadler
Weißkopfseeadler, Schreiseeadler, Weißbauchseeadler, Riesenseeadler
Bindenseeadler, Harpyie

Katzenart
Löwen, Leoparden, Jaguar, Tiger, Schneeleopard


Typisches Gesicht eines Löwengreifs.


Systematik

Ordnung: Caelestia (Caelestia)
Familie:  Greifartige (Gryphus)
Gattung: Eigentliche Greife (Gryps)
Art: Adlergreif

Wissenschaftlicher Name

Gryps aquilinus







Mögliche Fellfarben und Fellmuster.
Sie sind in jeder Form kombinierbar.
Manche Greife haben keine Muster, andere Streifen und Flecken.




Texte © Sera
Zeichnungen © Sera

   




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